Die Gespensterjäger – Agenda Austria?

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Laut Zahlen des Think Tanks Agenda Austria belaufen sich die Staatsschulden mit Ende 2020 insgesamt auf über 317 Milliarden Euro.

Das sind, hochgerechnet auf die Bevölkerung 35.700 Euro und somit die fünfhöchste Pro-Kopf-Verschuldung in der EU.

Staatsverschuldung Ende 2020 insgesamt über 317 Milliarden Euro.

„Ein Gespenst geht um in Europa usw.“ Mit jenen Worten beginnt das „kommunistische Manifest“ das wohl berühmtesten als auch bekanntesten politischen Werke. Gespenster, Zombies, Werwölfe und blutsaugende Vampire – der junge Revolutionär im Kampf mit den Dämonen seiner Zeit.

Mit Sicherheit fragst du nun? Was hat der Vordenker des Kommunismus mit den eingeschworenen Vertretern des Neoliberalismus gemeinsam? An der wissenschaftlichen Redlichkeit bei der Frage, ob nun unsere öffentlichen Haushaltsschulden vermögen den Untergang Österreichs herbeizuführen, hinken sie seiner Erkenntnis schlichtweg hinterher. Marx schreibt „Der einzige Teil des sogenannten Nationalreichtums, der wirklich in den Gesamtbesitz der modernen Völker eingeht, ist – ihre Staatsschuld. Daher ganz konsequent die moderne Doktrin, dass ein Volk umso reicher wird, je tiefer es sich verschuldet.“

Was uns direkt zu ihren unübersehbaren Gemeinplätzen führt. Schließlich verbindet die beiden Protagonisten einiges, mitunter die unabdingbare Tatsache, dass sie äußerst schlechte Gespensterjäger abgeben. Während der bärtige deutsche Philosoph die Phantome mit Hilfe eines politischen Systems manifestieren wollte, spukt in den Köpfen der harten neoliberalen Ideologen – wissentlich oder unwissentlich, bewusst oder unbewusst eben die Verelendung der Heimat umher.

Wir vertreten die These, dass der von unserer Agenda Austria gekonnt in Szene gesetzte Mythos, eigentlich nur den Zeck der taktischen Ablenkung verfolgt. In Wahrheit halten gerade große institutionelle Anleger den beträchtlichsten Anteil jener Schuldverschreibungen. Welche geparkt in den hiesigen Steuerparadiesen auffindbar wären.

Viele vermuten nun das klassisch dümmliche Stiftungs-Bashing, aber unsere Kritik möchte einen viel wichtigeres Faktum herausheben. Die derzeit stattfindende künstliche Ausweitung der Geldmenge, gestützt von der EZB führt zu einer bereits spürbaren „asset-price“ Inflation.

Ein Zins von nahezu null, befördert von einer aggressiven wie skrupellosen Investitionspolitik des steuerschonend veranlagten Klientels, lässt die Immobilienpreise in ungeahnte Höhen schnellen.

Die Folgen – Nahezu unleistbarer Wohnraum! Das größte Problem der schrumpfenden Mittelschicht!

Karl Marx – Friedrich Engels – Werke, Band 23, „Das Kapital“, Bd. I, Siebenter Abschnitt, S. 781.

https://makroskop.eu/spotlight/tanz-ums-geld/gefahren-der-staatsverschuldung/

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